FLINC SPECIAL | 27 KM - 430 HM

Graveln mit dem FLINC – geht das überhaupt?

Ja, das geht. Und zwar erstaunlich gut. Vorausgesetzt, man wählt das richtige Setup – so wie wir: Start beim FLINC-Flagship-Store im Kreis 3, bei gefühlten 40 Grad im Schatten, dann raus aus dem Hitzekessel, runter zur schattigen Allee entlang der Sihl. Weiter via Enge-Velo-Tunnel direkt an den See und durchs kühle Wehrenbachtobel hoch Richtung Witikon. Der Adlisberg bringt Höhenmeter – aber auch Zürich-Panorama. Anschliessend rollen wir westwärts über die Waid, gleiten runter zum Oberen Letten und landen schliesslich dort, wo man urbane Touren gut ausklingen lassen kann: im 25hours Hotel an der Langstrasse.

Unser FLINC Special ist im Kern eine Feierabendrunde – kompakt, urban, in gut zwei Stunden zu fahren. Genau richtig, um nach der Arbeit noch mal rauszukommen, ohne gleich eine Expedition zu starten.

Und weil wir statt schmaler Rahmentaschen ordentliche Körbe montiert haben, nutzen wir den Platz auch aus: genügend Velobier (merci, Bierwerk Züri!) und besonders feine Focaccia-Sandwiches (danke, Wim-Bakery!) wandern mit an Bord. Graveln geht eben auch genussvoll – vor allem mit den richtigen Rädern :-)

Der Wehrenbachtobel ist ja fast immer ein Erlebnis – aber bei hochstehender Sonne und heissen Temperaturen ein echtes Geschenk. Kühl, schattig, still. Selbst mit den beladenen FLINCs lässt sich die Strecke erstaunlich entspannt fahren – abgesehen von zwei kurzen Passagen, an denen man besser kurz absteigt. Überhaupt zeigt sich das FLINC geländetauglicher, als man vermuten würde. Sogar auf dem Trailabschnitt beim Adlisberg, den wir nach dem Loorenkopf erreichen, rollt es erstaunlich souverän. Kein Race-Setup, klar – aber für ein kompaktes Cargo-Bike: mehr als respektabel.

Unser eigentliches Ziel: die Waid – für uns der Ort mit dem klar urbansten und wohl schönsten Blick auf Zürich. Bis dorthin haben wir uns den Durst und Hunger redlich verdient. Auch wenn man ehrlicherweise sagen muss: Das Bierwerk-Velobier und die Wim-Focaccias hätten diese Ausrede nicht gebraucht.

Die Waid ist nicht nur der optische Höhepunkt unserer Tour – sie markiert auch den Anstrengungs-Wendepunkt. Ab hier geht’s fast nur noch bergab. Zürich liegt uns zu Füssen, und die letzten Kilometer rollen wie von selbst.

Bis Kreis 5 und Langstrasse fährt es im Grunde von alleine, wir machen aber natürlich noch einen kurzen Stopp an der Kornhausbrücke. Dort, wo die Mutigen von oben in die Limmat springen. Und wir? Schauen zu, staunen – und geniessen die Abendsonne mit Blick auf die Limmat.

Diese Urban-Gravel-Runde hat einen besonders hohen Anteil an Urban – und genau so endet sie auch: mit direktem Gleisanschluss.

Wir nehmen den letzten Anstieg zum 25hours Hotel an der Langstrasse und landen auf der Dachterrasse mit wahrscheinlich dem besten Blick über Zürichs Gleisfeld. Ein exklusives Vergnügen, das normalerweise nur den Gästen des hauseigenen SPAs vorbehalten ist. Für uns macht das Hotel eine Ausnahme – und wir sagen: merci, 25hours!

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